Die Suche nach des Struppis Kern…–  ursachenorientiertes Training und Therapie, so einfach und doch so schwer…

Ursachenorientiertes Training

Es freut uns wahnsinnig Euch diesen fantastischen Gastbeitrag ankündigen zu dürfen. Susanne Steffen von StresslessDogs aus Hamburg, ihres Zeichens Expertin für zeitgemäße Hundeausbildung, unabhängige Ernährungsberatung und ursachenorientierte Problemtherapie, hat ihn für uns geschrieben und es wird wohl  nicht ihr letzter Artikel bei uns sein. Kennengelernt haben wir Susanne über Die Struppibande (ihr Hund eDgar berichtet hier täglich über das Leben mit Susanne und seiner geliebten Prinzessin TooSi). Auch von eDgar werdet Ihr hier bald etwas lesen können (wir freuen uns schon wie verrückt, denn wir sind riesige eDgar-Fans).

Falls Ihr Wünsche oder Ideen habt, über was Susanne das nächste Mal schreiben könnte, lasse es mich einfach wissen 🙂

Aber jetzt, genug geschrieben, viel Spaß beim Lesen 😀


Sie haben schon so einiges ausprobiert? Viel Geld für diverse Erziehungsratgeber, DVD´s und Hundeschulen ausgegeben, Tierarzt, Züchter oder Tierheim befragt und nicht das erreicht was Sie wollten bzw. diverse Rückschläge erlitten?

Um mit Ihnen gemeinsam  eine nachhaltige & harmonische Beziehung zu Ihrem Hund aufzubauen und diese mit Hilfe hundgerechter Kommunikation zu halten und weiter auszubauen, arbeite ich ausschließlich URSACHENORENTIERT.

D.h. ist der Mensch in der Lage, dem Hund die Ursache für sein Verhalten zu nehmen,

zeigt dieser das (unerwünschte) Verhalten nicht mehr.

So einfach.

Und doch so schwer….

Die erste Hürde haben Sie bereits genommen, Sie besuchen diese Seite und lesen diesen Beitrag, d.h. Sie haben sich dazu entschlossen an der Beziehung zu Ihrem Hund zu arbeiten.

Hürde Nr.2, mit mir Kontakt aufzunehmen kann ich ihnen nicht abnehmen, aber vielleicht etwas erleichtern….

Leider scheuen sich viele Hundebesitzer davor, Trainer oder Therapeuten zu Rate zu ziehen. Die Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich: schlechte Erfahrungen, zu viele, unterschiedliche (kostenlose) Tipps von der Hundewiese, Mutti oder aus Funk & Fernsehen und einige haben auch einfach Angst vor Verurteilung oder etwas „falsch“ gemacht zu haben….

Letztere kann ich Ihnen nehmen.

Falsch ist in meiner Welt etwas nur dann, wenn man sich entweder nicht an die Bedienanleitung hält oder diese ungelesen weg wirft. Ich habe bis heute definitiv noch niemanden getroffen, der zu seinem Exemplar Hund, die passende Bedienanleitung  gleich mitgeliefert bekommen hat. Sie etwa?

Hinzu kommt, dass Sie doch alles nach bestem Wissen und Gewissen und viel Liebe getan haben. Stimmt doch oder?! Und allein das kann ja schon nicht falsch sein….

Kommen wir jedoch zum Kern zurück, zur Ursache und davon gibt es viele: körperliche, seelische oder einfach nur auf Missverständnissen basierende.

Und es gilt nun diese eine (oft sind es jedoch mehrere) nicht nur zu finden, sondern Ziel ist es, sie dem Tier zu nehmen.

So einfach.

Und doch so schwer….

Denn Hürde Nr. 3 der Mensch oder besser seine Vorliebe dafür, alles zu interpretieren, zu deuten und erklären zu wollen, statt einfach mal zu beobachten und es zu nehmen wie es ist, so wie unsere Hunde es tun, gilt es vorher zu bezwingen…

Auch neigen wir Menschen leider allzu oft dazu „betriebsblind“ zu werden, verlieren den Blick und das Gefühl für kleine Details, Veränderungen…und wir leben in Routinen…

Diesbezüglich können wir von unseren Hunden ziemlich viel lernen.

Ein Hund hat nicht nur 24 Stunden am Tag Zeit seinen Menschen zu beobachten und kennen zu lernen, Hund nimmt sich diese Zeit auch.

Wie viel Zeit verbringen Sie täglich damit, ihren  Hund einfach nur zu beobachten?

Genau!

Es gilt also Routinen zu erkennen & zu durchbrechen, kleinste Veränderungen nicht zu deuten sondern zu identifizieren und sich Zeit dafür zu nehmen.

So einfach.

Und doch so schwer….

Hürde Nr. 4 ist traurig aber wahr: bei 98% aller Hunde bei denen sich der Halter motiviert über die ersten drei Hürden gekämpft hat, stellt sich während des ersten Begutachtungstermins ein organisches Grundproblem heraus.

D.h. meinem Begutachtungstermin folgt sehr oft ein Tierarztbesuch – Hürde Nr. 5

Denn nur mit einem gesunden und vor allem schmerzfreien Tier kann mit Aussicht auf Erfolg gearbeitet werden. Alles andere wäre ungerecht dem Tier (und ihrem Geldbeutel) gegenüber.

Schließlich muss Hund auch physisch in der Lage sein, das von ihm verlangte zu leisten.

Einige Ursachen (z.b. leichte  Hormonschwankungen, Nervenschmerzen…) für Verhaltensveränderungen oder  – auffälligkeiten, können sogar schon durch einfache Nahrungsumstellung gelindert und in den Griff bekommen werden. Andere (starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Dysfunktion von Organen …) erfordern die Gabe von Medikamenten, Einsatz von Therapien z.b. Physiotherapie oder, oder, oder. Und wieder andere Erkrankungen (irreparabel kaputte Gelenke, chronische Erkrankungen …)  oder fehlgeprägtes Verhalten, schließen eine Therapie leider komplett aus.

Da dem Tier in letzteren Fällen die Ursache nicht genommen werden kann, hilft „nur“ ein individuell gestaltetes Training. In dem der Mensch lernt seinen Hund zu beobachten, entsprechend wo es nötig ist zu entlasten und zu unterstützen, um wieder mit ihm gemeinsam und mit Spaß das Leben zu meistern.

So einfach.

Und doch so schwer….

Sind diese vier bzw. fünf Hürden erfolgreich überwunden, heißt es Umdenken!

Routinen ablegen und gemeinsam nach vorn schauen, denn das Leben mit Hund soll vor allem eines:  SPASS MACHEN!

Ursachenorientiertes Training

 

Nehmen Sie sich Zeit für sich und ihren Hund.

„Denn wenn Du nichts änderst, wird sich überhaupt nichts ändern!“

Liebe Grüße und ein stressfreies Wochenende wünscht

Susanne Steffen – www.StresslessDogs.de

>>Copyright Text & Bild: Susanne Steffen<<

4 Comments
  1. Andrea 2 Jahren ago

    Sehr guter Ansatz. Ich finde ohnehin, dass dem therapeutischen Ansatz, dass das Tier womöglich gar nicht in der Lage ist, das Gewünschte auszuführen, leider viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

    LG Andrea mit Linda

    • Julia von miDoggy 2 Jahren ago

      Finde den Ansatz auch großartig 🙂

      Liebe Grüße und eine gute Nacht wünschen Julia und Lola

    • Susanne 2 Jahren ago

      Vielen Dank, liebe Andrea. Genau aus diesem Grund habe ich den Beitrag geschrieben. Leider nur verschließen viele Hundehalter vor der Ursache die Augen, scheuen sich davor Routinen abzulegen und vor dem Gang zum Tierarzt oder ähnlichem. Frei nach dem Motto “Der muss das doch können…”
      Liebe Grüße & MoinMoin
      Susanne & die Struppis

  2. […] Hilfestellung bekommen. Ich habe in einem Telefonat mit Susanne (Ihr kennt sie von diesem Gastbeitrag über Lola’s Mäkeligkeit gesprochen und sie meinte, dass bei vielen mäkeligen Hunden einfach […]

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